Welkom- Braai (Grillen)
Party
Rugby – mit pinkelndem Jungen in der Halbzeitpause (wurde vom ganzen Stadion bejubelt)
WIr haben Clemens Fritz getroffen!!!
Welkom- Braai (Grillen)
Party
Rugby – mit pinkelndem Jungen in der Halbzeitpause (wurde vom ganzen Stadion bejubelt)
WIr haben Clemens Fritz getroffen!!!
…heisst Blondine – danke an Hatl für diese Erkenntnis – und auch sonst ist viel passiert.
Andersrum betrachtet doch nicht so viel. Ich versuche das zu erklären. Ich bin jeden Tag von morgens bis abends unterwegs und habe eine tolle Zeit aber ich habe wirklich das Gefühl, wie auf glühenden Kohlen zu warten, dass irgendwas passiert. Ich bin jetzt seit über zwei Wochen hier und habe ausser dem Campus und dem Einkaufszentrum nichts gesehen. Ich bin doch in Südafrika – ich müsste doch eine Safari nach der anderen machen und Elefanten gucken und ans Meer fahren und und und und und. Es ist etwas deprimierend wenn man merkt, dass man hier mehr oder weniger festsitzt.
Aber wahrscheinlich will ich, wie immer, mal wieder alles viel zu schnell. Die Zeit zum Reisen wird bald kommen und bis dahin bin ich mit den Vorlesung und der daraus resultierenden Arbeit eigentlich ganz gut beschäftigt.
Die Vorlesungen sind meistens interessant und mit meinem englisch komm ich eigentlich auch ganz gut zurecht, zumal die meissten weissen Afrikaaner auch nicht so gut englisch sprechen.
Gestern abend waren wir Rikes Geburtstag feiern, zuerst beim Essen und nachher in einer “Kneipe- Club- irgendwas”. Mit ganz ganz schlechter Musik und seltsamen Menschen. War aber wirklich lustig.
Jeden Freitag nach den Rugby Matches sind in jedem Hostel sogenannte Bond Parties, denn in jedem Hostel wohnt eine andere Studentenverbindung. Da werden wir heute abend mal gucken gehen, wie das so abläuft.
Was total schade ist hier, und das hätte ich wirklich nie gedacht, dass es so deutlich spürbar ist: Der Rassismus unter den Afrikaanern. Man findet so gut wie keine gemischten Hostels, in Cafes und Kneipen sitzen sie getrennt, wenn sie überhaupt in die gleichen Läden gehen. Gestern abend hatten wir so einen Fall: wir waren beim Essen, wir waren Weisse und Schwarze und hatten uns nachher mit anderen in einer Kneipe verabredet. Dann sagten uns die Schwarzen, dass sie nicht in die Kneipe gehen werden, weil sie dort schlechte Erfahrungen gemacht hätten… Dann ist natürlich die Frage: Wie sollen wir uns richtig verhalten?? Das Gleiche mit den Verbindungs Partys aufm Campus – es gibt anscheinend sehr schwarzenfeindliche Hostels, aber soll ich da nicht auf eine Party gehen, nur weil mir jemand gesagt hat, das sind Rassisten?? Ich bin der Meinung, ich muss meine eigenen Erfahrungen machen und rausfinden, wie das hier läuft. Andererseits will ich auch keinem vor den Kopf stoßen. Das ist eine wirklich unangenehme Situation, wenn eine gemischte Gruppe lange diskutieren muss, wo man hingehen kann gemeinsam und wo nicht. Denn es gibt andersherum genauso Kneipen, wo man als weisser “nicht hingehen kann”. Das macht mich ziemlich traurig und ich weiss nicht, wie ich das ändern kann, aber ich möchte verschiedene Leute kennen lernen, Weisse und Schwarze und mir ist das ja total egal, mit wem ich wo hin gehe, aber auch einige Weisse, die ich kenne gehen da und dort nicht hin, weil da ihrer Meinung nach “zu viele Schwarze” sind. Ich hoffe sehr, dass ich damit bald besser umgehen kann…
Heute hatte ich einen Wasserschaden in der Wohnung undim Zimmer, aber jetzt ist Gott sei Dank alles wieder trocken gelegt.
Ende September sind bei uns 10 Tage Ferien und wir haben beschlossen, dass wir in der Zeit nach Mozambique fahren wollen, das wär so super. Ich hab bisher nur Gutes gehört und jeder der da war meinte, dass man da unbedingt hinfahren sollte! Und Ende November ist ne ganz gute Zeit, weils dann schon wärmer ist aber noch vor der Regenzeit.
Die nächsten Fotos gibts auch bald wieder. Ein schönes Wochenende und bis bald!!
Momentan gibts nicht viel neues, ich hatte heute die ersten wichtigen Vorlesungen und ich bin guter Dinge, dass ich das hinkrieg auf Englisch, auch wenn ich schon bis Donnerstag die erste Hausarbeit abgeben muss. Morgen geh ich zum Rugby und Samstag wird für uns ein Welkom Braai (Grillen) veranstaltet. Ach ja und: gegrillt wird immer, auch wenns dunkel ist und man drinnen ist…Gesundheitlich bin ich ein bisschen angeschlagen, da mir der Klimaumschwung und vor allem der Höhenunterschied sehr zu schaffen machen. Soweit mir gesagt wurde, liegt Bloemfontein auf 1300m Höhe. Jetzt wissen Johanna und ich auch, warum wir nachm joggen so am Ende waren. Ausserdem ist es schon fast halb elf und ich muss um diese Zeit ganz dringend ins Bett, ich hoffe ich gewöhn mich irgendwann dran.
Ich habs auch endlich mal geschafft, ein paar Fotos von meiner “Wohnung” und vom Campus zu machen. Ausser der Waterfront Mall hab ich von Bloemfontein selber noch nicht so viel gesehen, hab mir aber fürs Wochenende fest vorgenommen, das nachzuholen.
vielen Dank für die vielen Kommentare, hab mich sehr gefreut…
Heute ist der große Tag an dem ich mein mehr oder weniger ernsthaftes Studium beginnen werde. Eigentlich wären am Montag schon Vorlesungen gewesen, nur wusste ich das nicht. Von meinen ursprünglich vier gewählten Kursen werde ich wahrscheinlich Career Psychology gleich wieder canceln, da die Kurse immer erst um acht Uhr abends sind und es da schon dunkel ist. Ich fühle mich noch nicht heimisch genug, als dass ich hier alleine im Dunkeln rumlaufen möchte, auch wenn der Campus allgemein als sicher gilt. Ausserdem hätte ich in diesem Fach 3 mal die Woche Vorlesung und dass find ich ein wenig übertrieben.
Mir bleiben also noch Sports & Recreation Management, Tourism Marketing und Advanced Marketing Management für die ich Credits bekomme und dann versuch ich mich noch in Afrikaans. Damit bekomme ich alle nötigen Credits, die ich für Kufstein brauche und werd mich vorraussichtlich auch nicht überarbeiten.
Ausserdem werd ich später mal versuchen, das Sportangebot zu verstehen. Ich interessiere mich für Badminton, Volleyball und Golf, ich hab nur keine Ahnung, wie das abläuft, aber das werd ich hoffentlich bald rausfinden. Es gibt in Südafrika wirklich seltsame Sportarten wie Unterwasserhockey, was sehr beliebt ist oder Touch- Rugby, das hab ich aber auch noch nicht verstanden, wo da der Unterschied ist.
Ansonsten ist der Campus riesig und sehr unübersichtlich, es gibt verschiedene Wohnheime, Fakultäts- und Verwaltungsgebäude und eine ganz kleine Mall mit Buchladen, Copy Shop, Bank, Supermarkt,… Was ausserdem auffällt sind die Autos. Anscheinend hat jeder Student ein eigenes Auto (alle weiss) und vor jedem Wohnheim sind massenhaft Parkplätze. Mittlerweile hab ich auch verstanden warum: es ist zwar nicht teuer Taxi zu fahren, es gibt einen Einheitspreis von 40 Rand (~3,50€) pro Fahrt, aber in Afrika muss man sobald es dunkel ist ein Taxi nehmen und dann kann ein Ausflug in die Kneipe schon teuer werden, auch wenn das Bier nur 1 Euro kostet. Deswegen haben Johanna, Frederike und ich überlegt, uns zusammen ein Auto anzuschaffen. Wir werden uns Freitag auch eins ansehen, mal gucken was draus wird, denn es ist schwer zu wissen, ob uns jemand übern Tisch ziehen will, aber wir haben schon fachkundige männliche Verstärkung angefordert…
Fotos hab ich leider immer noch keine gemacht, aber ich hab die Kamera eingepackt und hoffe heut abend zumindest vom Campus Bilder zeigen zu können.
…das ich das mal hinkriege mit so einem Blog.
Ich bin am Mittwoch nachmittag in Bloemfontein nach einem langen und schlaflosen Flug gelandet und war relativ optimistisch nach den paar Stunden, die ich bisher in Südafrika verbracht hab. Das hat sich jedoch schnell geändert, als ich mein Zimmer im Studentenwohnheim gesehen hatte…Das afrikanischer Standard anders ist als in Deutschland war mir klar, nur war ich nicht auf sowas vorbereitet.
In dem Wohnheim waren also nur Dineo, meine Mitbewohnerin aus Lesotho die glaub ich einfach nicht interessiert ist an anderen Menschen, und ich. Ich wusste nicht, dass Charlotte, eine französische Studentin hier auch wohnt, und ich war sehr froh, als ich sie und Julian ihren Freund und Pierre kennenlernte. Leider ist Charlotte gleich am nächsten Tag ausgezogen aber ich konnte Gott sei Dank ihr Zimmer abstauben. Hier fühl ich mich auch mittlerweile sehr wohl und hab mich schon häuslich eingerichtet. Mittlerweile wohnen wir hier zu viert, zwei Mädchen aus Lesotho sowie Frederike aus Bremen und ich.
In den letzten Tagen hab ich unglaublich viel erlebt und ich fühle mich, als würde ich schon seit Wochen hier sein. Wir waren viel unterwegs, haben Südafrikaner kennen gelernt und haben andere Austauschstudenten getroffen.
Bisher kann ich sagen, dass ich mich auf ein super halbes Jahr freue, in dem es hoffentlich genauso weitergeht wie die letzten vier Tage. Auch wenn ich noch nicht genau einschätzen kann, inwieweit ich mich frei bewegen kann oder nicht, wem ich trauen kann oder nicht und erst recht nicht, was mich erwarten wird, ist die beste Erfahrung bisher die unglaublich Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Afrikaner – ob schwarz oder weiss gleichermaßen.
Das Leben in Südafrika ist überhaupt nicht vergleichbar mit Europa, die Uhren ticken anders, die Menschen erst recht, aber genau deswegen ist jeder Tag spannend und anders.
Am liebsten würde ich alles aufschreiben, aber ich denke dass Geschriebenes dem wirklich Erlebtem bei weitem nicht gerecht werden würde.